Mittwoch, 19. November 2014

Adventskalender 2014. Oder: Warum ich Kompromisse ausnahmsweise richtig toll finde

Weihnachten kommt ja immer so plötzlich! Das wissen wir alle. Und trotzdem fangen wir immer auf den letzter Drücker an, uns Gedanken über Weihnachtsgeschenke, das Festtagsmenü oder den Baumschmuck zu machen. Aber das ist nicht so schlimm – ist ja auch irgendwie ne Tradition.

Was aber jedes Jahr noch plötzlicher kommt als Weihnachten, ist definitiv der Adventskalender.
Ich liebe Adventskalender! Schon als Kind hatte ich immer einen selbstgebastelten von meiner Mama bekommen: Eine große Pappe, darauf von Hand gezeichnet eine zauberhafte Winterlandschaft mit Pferdeschlitten, Weihnachtsmann und schneebedeckten Häuschen. Davor drapierte sie dann immer kleine Papphäuser mit Nummern. Großartig!
Für die Kinder, die "nur" einen langweiligen gekauften mit Schokolade bekamen, hatte ich immer nur ein müdes Lächeln übrig. Meinen Adventskalender konnte einfach niemand toppen!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Urlaub vor der Haustür: Tour de Elbe – Teil 1

Der Freund und ich, wir machen immer komischen Urlaub. Zumindest sagte das eine gemeinsame Freundin, als sie uns zufällig an unserem ersten Urlaubstag anrief und wir erzählten, dass wir mit zwei voll bepackten Rädern gerade irgendwo hinter Hamburg sind und vorhaben die kommenden sechs Tage insgesamt ca. 360 Kilometer bis Stendal zu radeln. Immer dem Elberadweg Richtung Süden hinterher, der auf 1220 Kilometern von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven führt.
Auch die Kollegen schauten mich mit einer Mischung aus Erstaunen, Bewunderung und Belustigung an, als ich an meinem letzten Arbeitstag von dieser Idee erzählte, die uns in spontaner Eingebung kam und die wir in nur drei Tagen vorher grob planten.

Das war eigentlich auch gar nicht so schwierig. Man sollte nur wissen, wo man in etwa hinmöchte, sollte sich darüber klar sein, wieviele Kilometer man pro Tag schafft (oder schaffen möchte) und ob man im Zelt, im Hotel oder in der Ferienwohnungen übernachten möchte. Wir haben uns für letzteres entschieden. Zum Zelten im September sind wir eindeutig zu alt.
Bei der Suche nach geeigneten Unterkünften hatten vermutlich mehr Glück als Verstand. Völlig unbedarft haben wir uns zwei Tage vor Start durch die Seite des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub geklickt und entlang der Strecke einfach Unterkünfte gebucht, die uns augenscheinlich gefiehlen – und landeten damit immer voll ins Schwarze!

An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis: dieser Post wird ein bisschen länger! Nehmt euch also am besten ein bisschen Zeit, etwas zu knabbern und macht's euch gemütlich.

Tag 1 war ein neblig-trüber Septembertag: grau verhangener Himmel, mystisches Licht aber warm und bis auf einen kurzen Schauer trocken. Im Grunde also perfektes Wetter für eine Radtour! Wir starteten in Wedel, was westlich von Hamburg liegt und bekamen 10 Minuten nach Abfahrt auf dem Elbehöhenradweg bei Rissen schon den ersten spektakulären Ausblick geboten.


Elbhöhenradweg bei Hamburg-Rissen: Schon ein bisschen unheimlich, wenn sich vor einem aus der Nebelsuppe plötzlich ein Mega-Containerschiff die Elbe hochschiebt!

Samstag, 4. Oktober 2014

Mein Lieblingscafé in Wedel

Jetzt mal ganz ehrlich: Alle lieben Hamburg und Tipps für schöne Cafés und individuelle Läden gibt's mittlerweile eine ganze Menge. Aber wer von euch würde für einen herrlich entspannten Kaffee, zum frühstücken oder Kuchen essen oder gar zum shoppen nach Wedel fahren? Keiner? Tja, da verpasst ihr aber was!

Denn nur wenige Schritte von der S-Bahn-Haltestelle entfernt in einem sehr unscheinbaren Haus direkt an der Straße befindet sich das Scho' Cafe.
Von aussen eher unspannend, aber von innen – Ich versprech's euch! – ein Traum!!


Skandinavisches Design trifft auf Vintage. Und wem's gefällt, der kann's sogar kaufen.

Sonntag, 28. September 2014

Erste Blog-Wiederbelebungsmaßnahmen und die ersten Sonntagsblumen

Hallo Blog, hallo Leser, hallo Kamera, hallo Tastatur! Schön, dass ihr alle noch da seid! Ich weiß, ich weiß – ich hab euch alle ein bisschen hängen und zappeln lassen, aber die Stille ist ab sofort vorbei!

Puh, war das ein Sommer! Er war wunderbar sonnig, schön warm aber auch arbeitsintensiv und oft sehr nachdenklich und grübelig. Gründe, warum es hier so lange nichts zu lesen gab, gibt es sehr viele, aber ich will jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen. Aber bevor irgendwelche Spekulationen gemacht werden: ich bin NICHT schwanger, ich habe meinen Job NICHT verloren und auch der Freund ist immernoch der Freund.

Es sind viel subtilere Dinge, die mich beschäftigen: Was will ich wirklich und was will ich erreichen? Wie könnte ich das umsetzen? Warum klappt manches einfach nicht so, wie ich es gerne hätte? Wie muss ich mich ändern, damit sich die Dinge ändern?
Ihr seht schon, es ist schwierig in Worte zu fassen. Und deshalb lasse ich es für's erste auch sein. Vielleicht gibt es zu der einen oder anderen Kopfbaustelle mal einen Post. Ich glaube nämlich, dass es mir helfen würde, ein paar Sachen mal loszuwerden. Aber das wäre schon sehr privat und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich solche privaten Themen auf dem Blog veröffentlichen möchte.

Ich muss auch zugeben: der Blog hat mir gefehlt! Ich bin zwar nicht unbedingt ein Genie hinter der Kamera, aber ich schreibe unheimlich gerne! Und deshalb geht's hier ab sofort auch wieder lebhafter zu!

In den letzten Wochen ist viel passiert.
Unter anderem hatten wir Urlaub und haben eine Radtour entlang der Elbe gemacht – die komplette Tour inklusive Tipps zum übernachten, schlemmen und staunen und eine Downloadmöglichkeit der Strecke zum nachfahren gibt's hier ganz bald.
Außerdem habe ich ein unerwartet charmantes Café in Wedel gefunden, einen herbstlichen Flammkuchen mit Kürbis, Honig-Senf-Grund und Koriander gebacken und die Herbstdeko in der Wohnung nimmt auch langsam Form an. Ihr seht schon: an Themen mangelt es gerade nicht :-)

Den Anfang mache ich mit dem Start einer kleinen, neuen Serie: Sonntagsblumen.
Man mag's kaum glauben, aber am Sonntag früh bin ich freiwillig die Erste, die aufsteht und zum Bäcker radelt. Nicht unbedingt, weil ich so gerne Brötchen kaufe (Die Schlange vor dem Bäcker reicht Sonntags gerne mal bis auf die Straße und drinnen ist immer eine unglaubliche Hektik), sondern weil gegenüber vom Bäcker ein wundervoller Blumenladen auch Sonntags geöffnet hat und ich fast immer mit frischen Blumen + Brötchen nach Hause radel.

Die heutige Ausbeute: violette Astern, orangene Alstromerien (Ja, auf dem Etikett fehlt ein "r". Hab zu schnell getippt.) und grünes Hyperikum.



Sonntag, 29. Juni 2014

Wohin an einem verregneten Sonntag? Ein Ausflugstipp für Hamburg: Die Ausstellung "Das Fahrrad" im Museum der Arbeit in Barmbek

Angeblich ist ja gerade Sommer. Zumindest laut Kalender. Aber anstatt sich am Strand zu räkeln, sucht man im Schrank nach dem Strickpulli, den man im April eigentlich schon ganz nach hinten geschoben hat. Es ist kalt und ungemütlich in Norddeutschland. Quasi 1-A-Museumswetter!

Letztes Wochenende haben sich der Freund und ich auf den Weg in das Museum der Arbeit nach Hamburg-Barmbek gemacht. Dort gibt es nämlich noch bis zum 5. März 2015 die Sonderausstellung "Das Fahhrad" zu bestaunen. Und weil insbesondere der Freund am liebsten jedes Wochenende eine Radtour machen würde, war das die perfekte Alternative für einen verregneten Sonntag.


Eines der ersten "richtigen" Fahrräder überhaupt – mit Holzfelgen. Wäre heute eigentlich schon wieder ziemlich schick ;-)

Sonntag, 22. Juni 2014

DIY: Eins-Fix-Drei-Ordner für gute Ideen. Oder für Rezepte oder die Steuer oder Rechnungen oder Hausarbeiten oder, oder, oder

DIY: Individueller Ordner für schöne Ideen.



Ich bekenne mich schuldig: Ich bin Zeitschriftensüchtig! Kein Zeitungskiosk, keine Bahnhofsbuchhandlung und keine Zeitschriftenecke im Supermarkt ist vor mir sicher – zielstrebig wird als allererstes die Living- und Lifestyle-Ecke angepeilt und ausgiebig beäugt. Anschließend gehts in die Reiseecke um schließlich noch bei den Reitsportmagazinen und den unzähligen Kochtiteln vorbeizuschauen.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Im WM-Spielplan-Fieber

In meinem Newsfeed geben sich seit Tagen brasilianische Strände, Fussballerwaden und immer fiebriger werdende Meldungen rund um die Fussball-WM die Hand und unsere Fussballjungs scheinen gerade mehr Geld mit Werbekampagnen als mit Kicken zu verdienen.

Es ist WM-Zeit! Volle Kanne!! Ich hab zwar nicht wirklich viel Ahnung von Fussball, ich weiß nichtmal, wer da so alles mitspielt (zumindest nicht auswendig), aber ich bin super im raten und ich will hinterher wissen, wer gewinnt. Ein WM-Spielplan ist deshalb Pflicht!! Aber er soll bitteschön nicht so furchtbar bunt sein, übersichtlich und es muss Spaß machen ihn auszufüllen.

Geht nicht? Geht doch! Sogar sieben Mal! Guckt ihr hier: