Montag, 22. Dezember 2014

Ein Lebenszeichen aus der Bastelhölle – Weihnachtsgeschenkeeinpackorgie 2014

Was habt ihr lieber? Etwas geschenkt bekommen oder an jemanden verschenken? Also ich bin der absolute Verschenken-Fan. Und zwar frei nach dem Motto: Die Verpackung ist das halbe Geschenk.






Bevor ich euch jetzt aber die Ergebnisse meiner diesjährgen Weihnachtsgeschenkeeinpackorgie präsentiere, möchte ich euch noch fix erzählen, warum dieses letzte Wochenende vor Weihnachten so unheimlich lehrreich war.

Der Freund und ich waren am letzten Samstag vor Weihnachten (!!) den ganzen Tag in der Hamburger City unterwegs, um die letzten Geschenke zusammenzuklauben. Ich hatte mir alles ganz furchtbar ausgemalt: Unzählige Menschenmassen, überall nerviges Weihnachtsliedergebimmel und überhaupt würden wir nie das finden, wonach wir suchen. Und höchstwahrscheinlich würde die ganze Aktion mit einem schlecht gelaunten Pärchen enden, dass sich schweigend und völlig am Ende seiner Kräfte von der S-Bahn nach Hause fahren lässt. Ich hatte mich also auf das Schlimmste gefasst gemacht. Und dann kam plötzlich alles ganz anders. Es wurde ein ganz wunderbarer Shopping-Samstag. Einfach so. Naja, nicht einfach so. Aller Wahrscheinlichkeit nach kam uns nämlich das Wetter (Sturm, Regen, kalt, nass) ein bisschen entgegen. Die Stadt war entsprechend nur halbvoll. Und wenn man sich, wie wir, einfach nur von einem Laden in den nächsten hangelte, wurde man auch fast gar nicht nass.
Learning Nummer eins ist also: Weihnachtsshopping bei Hamburger Mistwetter ist eine Spitzensache!

Nachdem dann endlich (fast) alle Geschenke besorgt waren, hatte ich mir fest vorgenommen, am Sonntag alles zu verpacken, die Geschenke für die Großmütter versandfertig einzutüten, alles für den Blog hübsch zu fotografieren und diesen Post hier zu schreiben.
Aber Learning zwei lautet: Ein Tag zum verpacken, fotografieren (Wohlgemerkt: mein ursprüngliches Ziel war es ja, bei Tageslicht zu knipsen. Ich sag mal so: hat eher mittelprächtig funktioniert.) und bloggen ist kein Tag! Und so kommt es nun, dass ich um halb ein Uhr nachts noch fix alles zusammenklöppel, weil ich mit einem halb vollendeten Projekt ohnehin nicht schlafen gehen könnte.






Für alle die noch keine Idee haben, WIE sie ihre Geschenke einpacken sollen, kommen jetzt aber endlich ein paar ziemlich simple Ideen, Weihnachtsgeschenke so zu verpacken, dass man sie am liebsten gar nicht aufreißen möchte.









Häufig habe ich das Problem, dass mir die normalen Weihnachtsgeschenkpapiere zu altbacken oder kitschig sind. Aber: Solange weißes Papier, Acrylfarbe und ein Pinsel im Haus sind, besteht kein Grund zur Panik. Papier einfach auslegen, Acrylfarbe der Wahl mit etwas Wasser verdünnen und in gewünschter Struktur aufpinseln. Ich habe mein weißes Papier mit Gold gepimpt. In Kombination mit Schwarz und Rot einfach unschlagbar weihnachtlich!









Die Idee mit den Dreiecksbäumchen habe ich von einem DIY für Pop-Up-Karten abgewandelt. Sehr simpel und macht wirklich was her. Und es ist tatsächlich so einfach wie es aussieht: Geschenk einpacken (hier habe ich Bastelpapier aus der Scrapbook-Abteilung statt Geschenkpapier verwendet), unterschiedlich große Dreiecke aus farblich passendem Papier ausschneiden und mit Überstand aufkleben.






Und noch einmal gold angepinseltes Papier (links). Dieses Mal neben seiner nackigen Ursprungsvariante in weiß. Statt dickem Schleifenband verwende ich gerne Streifen von schönem Papier oder Papierbänder. Klebt man den Papierstreifen nur hinten zusammen, kann man vorne auch noch einen Anhänger dranfriemeln. Der "with love ..."-Hangtag wurde einfach angeklebt, statt drangehangen und als Krönung noch mit einem Farn-Stempeldruck garniert. Mehr braucht es manchmal eben nicht.









Und dann war da ja noch die Sache mit dem Licht: Entgegen meiner Prinzipien, möglichst alles selbst zu machen, war ich heute mehr als froh, professionelle Hilfe beim Fotografieren zu haben. Denn selbstverständlich war ich bei Anbruch der Dunkelheit noch nichtmal annähernd fertig und es musste alles mit Hilfe furchtbar aufwendiger Lichtkonstruktionen aus diversen Schreibtischlampen abgelichtet werden. Ich hätte schon dreimal die Nerven verloren, aber der Freund hat's hinbekommen. Chapeau!






Ach, ich find die Geschenke alle schon wieder so hübsch, dass ich sie die ganze Zeit angucken möchte. Was drin ist wird natürlich nicht verraten, aber wer seins erkennt, kann ja schonmal ein bisschen rätseln. Und wer sich fragt, was das für kleine "Flieger" da oben sind: Das sind ein paar zusammengerollte und mit Miniwäscheklammern zusammengeklemmte Fünf-Euro-Scheine. Jemand bestimmtes hat sich nämlich ausdrücklich nur Geld gewünscht und das muss noch hübsch verpackt werden. Der Freund bestand aber darauf, dass es für das Gruppenbild doch bitte unbedingt auch mit drauf soll. Na gut – ich bin ja kompromissbereit.


Achja: Ich freue mich übrigens immer riesig über Kommentare unter den Blogposts – und zwar jeglicher Art. Wenn euch also gefällt, was ich euch zeige oder vielleicht auch nicht, schreibt's drunter! Ich will wissen, was ihr denkt. Ja, wirklich und ganz ehrlich :-)


Viel Spaß beim Einpacken und fröhlichen Weihnachtscountdown!
Liebe Grüße
Steffi






1 Kommentar:

Post durchgelesen und was zu sagen? Prima! Dann immer her damit!